Fastenpredigten 2026

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Jeden Sonntag in der Fastenzeit um 17.00 Uhr

Vergangene Fastenpredigten können auf Youtube angesehen werden: https://www.youtube.com/@basilikaminor

 

Taumelnde Hoffnung

Man kann eine Gesellschaft daran erkennen, worüber sie lacht. Und worüber sie schweigt.

Man erkennt sie auch daran, ob sie noch hoffen kann. Hoffnung ist vielleicht das radikalste Wort unserer Zeit. Denn wer hofft, setzt voraus, dass Zukunft möglich ist, trotz Bruchlinien, trotz Überhitzung der Debatten, trotz einer Gegenwart, die kaum noch Atempausen kennt.

Die Fastenzeit nimmt sich genau diesen Atem. Unter dem Titel „Quellen der Hoffnung“ fragen die Fastenpredigten 2026 nach Fundamenten: Wo entstehen Kräfte, die Menschen innerlich aufrichten? Was trägt: Geistlich, kulturell, existenziell, gesellschaftlich, wenn der Alltag nicht befriedigt?

Die Kirche eröffnet mit dieser Reihe einen Resonanzraum. Einen Denkraum, in dem geprüft, wird: Welche Quellen nähren wirklich und welche versiegen? Statt Hoffnung als Stimmung zu behandeln, rücken sie Erfahrungsräume ins Zentrum: Orte und Wege, Sprache und Humor, Musik und Bewegung.

Die Fastenpredigten 2026 laden dazu ein, Hoffnung nicht zu beschwören, sondern zu durchdenken. Denn sie ist keine Stimmung. Sie wäre eine gesellschaftliche Kraft.

Diese Reihe versteht Fasten nicht als Verzicht, sondern als Konzentration auf das, was im Alltag wirklich trägt.

Sie richtet sich an Menschen mit Glauben, mit Fragen oder mit beidem. An alle, die sich nicht mit schnellen Antworten zufriedengeben.

Hoffnung ist eine Entscheidung im Hier und Jetzt.

 

 

22. Februar, 17 Uhr

Wo Schritte Hoffnung finden: Orte, die Zuversicht schenken.

Msgr. Rudolf Bischof, Bischofsvikar

Es gibt Orte, die mehr sind als Koordinaten. Sie spiegeln Erfahrungen wieder. Sie bündeln Erinnerung. Sie geben Hoffnung. Manche Wege tragen, andere verlaufen ins Leere. Die erste Fastenpredigt fragt nach diesen inneren und äußeren Koordinaten: Wo finden Menschen Halt? Und was macht einen Ort zu einem Kraftfeld? Zuversicht entsteht dort, wo Schritte bewusst gesetzt werden.

 

 

1. März, 17 Uhr

Lob der Verheißung: Von der Macht des Wortes

Willibald Feinig, Autor

Sprache ist keine Nebensache, sie formen die Wirklichkeit. Literatur kann verletzten oder heilen, sie kann halten, was auseinanderfällt. Wenn Fakten nicht mehr genügen, gewinnt die Sprache an Gewicht. Willibald Feinig spürt jenen Sätzen nach, die Halt geben, wenn Sicherheiten bröckeln und zeigt Literatur nicht als Schmuck, sondern als möglicher Halt.

 

8. März, 17 Uhr

Wenn Lachen aufrichtet: Humor als Kraft der Hoffnung

Markus Linder, Musikkabarettist

Ist Lachen Weltflucht oder eine Form von Mut? Humor entzieht dem Bedrohlichen die Schwere und bewahrt Freiheit, wo Druck entsteht. Zwischen Ironie und Ernst zeigt Markus Linder in der dritten Fastenpredigt die leise, subversive Kraft des Lachens, als Mutform in unsicheren Zeiten.

 

15. März, 17 Uhr

Nicht allein unterwegs: Gemeinsam gehen und Zuversicht finden

Pilgerteam der Pfarre Rankweil

Ein Weg verändert sich, sobald man ihn nicht allein geht. Man hört anderes. Man schweigt anders. Man kommt anders an. Zwischen Aufbruch und Rast, Gespräch und Stille entsteht etwas, das sich nicht planen lässt: Vertrauen.

Das Pilgerteam der Pfarre Rankweil spricht über das gemeinsame Gehen als Schule der Zuversicht. Schritt für Schritt, mit leichtem Gepäck und offenem Blick.

 

22. März, 17 Uhr

Wenn Worte mich finden: Psalmen als Sprache für das Jetzt

Msgr. Walter Juen, Pfarrer 

Manchmal fehlen uns die eigenen Worte. Die Psalmen leihen sie uns, hoffend, inspirierend, dankbar, tröstend. Jahrtausende alt und doch erstaunlich gegenwärtig, geben sie Sprache für das, was uns bewegt. Msgr. Walter Juen zeigt, wie diese alten Gebete zu einer Sprache für das Heute werden – ehrlich, ungeschönt und überraschend nah.

 

29. März, 17 Uhr

Wenn Räume erklingen: Gemeinsames Singen als Kraftquelle

Cornelia Rupert, Kirchenmusikreferentin 

Ein Lied verändert einen Raum. Stimmen, die sich finden, tragen weiter als Worte allein. Wer singt, atmet gemeinsam, hört aufeinander, hält den Ton und wird selbst gehalten. Dieser Abend widmet sich dem gemeinsamen Singen als Quelle von Zuversicht: einer Erfahrung, die verbindet, stärkt und über das Einzelne hinausweist.