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Aktuelles

Mut und Menschlichkeit

Gedenkabend im Rahmen der Carl-Lampert-Woche

Am Dienstag, 21. Jänner 2025, fand im Rahmen der Carl-Lampert-Woche ein bewegender Gedenkabend in der voll besetzten St.-Peters-Kirche in Rankweil statt. Der Abend widmete sich dem Leben und Vermächtnis von Pfarrer Alois Knecht, dessen Mut und Zivilcourage ihn ins Konzentrationslager führten. Fachkundige Referenten beleuchteten verschiedene Perspektiven auf Knechts Leben und dessen Bedeutung für die Gegenwart.

Markus Linder, Kabarettist und Großneffe von Alois Knecht, brachte humorvolle und berührende Anekdoten über seinen Großonkel. Er zeigte Knecht als lebensfrohen, warmherzigen Menschen, der trotz aller Widrigkeiten seine Menschlichkeit bewahrte.

Albert Lingg sprach darüber, was Menschen wie Alois Knecht die Kraft gab, die Schrecken eines KZs zu überleben. Er zeigte eindrucksvoll, wie Halt im Glauben, in Überzeugungen oder in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft inmitten des Grauens Orientierung geben kann.

Historiker Werner Bundschuh setzte Knechts Leben in den politischen und gesellschaftlichen Rahmen der NS-Zeit und der Nachkriegsjahre ein. Er machte deutlich, wie gefährlich es war, gegen das Regime zu sprechen, und wie schwer es Überlebenden fiel, nach 1945 in einer Gesellschaft Gehör zu finden, die oft verdrängte.

Journalist Thomas Matt führte einfühlsam durch den Abend. Seine Moderation betonte die Bedeutung von Qualitätsjournalismus, der sowohl Geschichte als auch Gegenwart kritisch beleuchtet und demokratische Werte stärkt.

Die anschließenden Gespräche mit dem Publikum machten deutlich, wie relevant Alois Knechts Vermächtnis heute ist. Angesichts aktueller politischer Entwicklungen in Europa wird das „Nie wieder“ zu einem eindringlichen Appell für Verantwortung, Zivilcourage und Menschlichkeit.

Rückfragen und Kontakt: Carl Lampert Forum, Herrengasse 6, 6800 Feldkirch, forum@carl-lampert.at

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