„Im engsten Familienkreis?“
Totenwache und Beerdigung
Vor nicht allzu langer Zeit kannten viele das Sprichwort: Geteiltes Leid — halbes Leid, geteilte Freude — doppelte Freude. Wenn ich so manche Todesanzeige lese, scheint die Erfahrung, dass Leid geteilt werden kann, verloren gegangen zu sein.
Wenn zu einer Abschiedsfeier nur der „engste Familienkreis“ eingeladen ist, werden leider auch die nächsten Nachbarn ausgeladen. Dann höre ich oft von Bekannten oder Nachbarn des Verstorbenen, wie traurig und enttäuscht sie sind, dass ihnen die Gelegenheit zum persönlichen Abschied genommen wurde. Wenigstens den nächsten Nachbarn, Freunden oder auch Arbeitskollegen sollte das Abschiednehmen nicht verwehrt werden.
Einladung zur Totenwache: Jahrhundertelang wurde an den Abenden bis zur Beerdigung der Verstorbene nicht allein gelassen. Bis vor wenigen Jahrzehnten fand die Totenwache fast immer zu Hause statt. Heute meinen nicht wenige, auf diese Feier verzichten zu können. Das ist schade.
In der Totenwache, die sehr persönlich gestaltet wird, kann das Leben der Verstorbenen noch einmal aufleuchten. Da diese jeweils um 19.00 Uhr stattfindet, können auch Menschen gut teilnehmen, die am Tag der Beerdigung dafür eigens frei nehmen müssten. Ein bewährtes und engagiertes Team von Totenwächterinnen und Totenwächtern tritt gern mit Ihnen in Kontakt.
Pfr. Peter Loretz