Fastenpredigten 2026
Jeden Sonntag in der Fastenzeit um 17.00 Uhr
Taumelnde Hoffnung
Man kann eine Gesellschaft daran erkennen, worüber sie lacht. Und worüber sie schweigt. Man erkennt sie auch daran, ob sie noch hoffen kann. Hoffnung ist vielleicht das radikalste Wort unserer Zeit. Denn wer hofft, setzt voraus, dass Zukunft möglich ist, trotz Bruchlinien, trotz Überhitzung der Debatten, trotz einer Gegenwart, die kaum noch Atempausen kennt.
Die Fastenzeit nimmt sich genau diesen Atem. Unter dem Titel „Quellen der Hoffnung“ fragen die Fastenpredigten 2026 nach Fundamenten: Wo entstehen Kräfte, die Menschen innerlich aufrichten? Was trägt geistlich, kulturell, existenziell, gesellschaftlich, wenn der Alltag nicht befriedigt?
Diese Reihe versteht Fasten nicht als Verzicht, sondern als Konzentration auf das, was im Alltag wirklich trägt. Sie richtet sich an Menschen mit Glauben, mit Fragen oder mit beidem.
22. Februar, 17 Uhr — Wo Schritte Hoffnung finden: Orte, die Zuversicht schenken. Msgr. Rudolf Bischof, Bischofsvikar. Es gibt Orte, die mehr sind als Koordinaten. Sie spiegeln Erfahrungen wider, sie bündeln Erinnerung, sie geben Hoffnung.
1. März, 17 Uhr — Lob der Verheißung: Von der Macht des Wortes. Willibald Feinig, Autor. Sprache ist keine Nebensache, sie formt die Wirklichkeit. Literatur kann verletzen oder heilen, sie kann halten, was auseinanderfällt.
8. März, 17 Uhr — Wenn Lachen aufrichtet: Humor als Kraft der Hoffnung. Markus Linder, Musikkabarettist. Ist Lachen Weltflucht oder eine Form von Mut? Humor entzieht dem Bedrohlichen die Schwere und bewahrt Freiheit, wo Druck entsteht.
15. März, 17 Uhr — Nicht allein unterwegs: Gemeinsam gehen und Zuversicht finden. Pilgerteam der Pfarre Rankweil. Ein Weg verändert sich, sobald man ihn nicht allein geht. Zwischen Aufbruch und Rast, Gespräch und Stille entsteht etwas, das sich nicht planen lässt: Vertrauen.
22. März, 17 Uhr — Wenn Worte mich finden: Psalmen als Sprache für das Jetzt. Msgr. Walter Juen, Pfarrer. Manchmal fehlen uns die eigenen Worte. Die Psalmen leihen sie uns — hoffend, inspirierend, dankbar, tröstend.
29. März, 17 Uhr — Wenn Räume erklingen: Gemeinsames Singen als Kraftquelle. Cornelia Rupert, Kirchenmusikreferentin. Ein Lied verändert einen Raum. Wer singt, atmet gemeinsam, hört aufeinander, hält den Ton und wird selbst gehalten.
Vergangene Fastenpredigten können auf YouTube angesehen werden: youtube.com/@basilikaminor