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„Meistens wird Gott ganz leise Mensch, wenn Menschen zu Menschen werden.“

Abschied von den Königsfiguren von Ralf Knoblauch. Was bleibt?

Zehn Königsfiguren waren von Ende November 2025 bis zu ihrer Verabschiedung am 11. Jänner 2026 an vielen Orten in Vorarlberg unterwegs und haben ihre Wirkkraft entfaltet. Könige und Königinnen als Botschafterinnen und Botschafter der Menschenwürde sind Menschen begegnet; an manchen Orten wurden sie in die Hand genommen und weitergereicht. Begegnung und Berührung von außen, die nach innen wirkt, ist geschehen.

Ein kleines Logbuch hat jeden König und jede Königin begleitet und gibt Zeugnis jeder neuen Geschichte, die sie nun weitertragen und wieder verwandeln werden. Begegnungen mit jungen und alten Menschen, mit kranken und gesunden Menschen sind geschehen.

Die Könige waren unterwegs in Pflegeheimen, sie wurden aufgenommen von der Krebshilfe und waren beim Benefizkonzert im „Alten Kino“ mit dabei, haben ambulante Hospizbegleiter unterstützt, waren im Hospiz am See, in der Palliativstation in Hohenems, der Weg führte sie in die Notschlafplätze der Caritas, mit den Frohbotinnen ins Kaplan-Bonetti-Haus, mit Straßenverkäufern der „Marie“ zu neuen Gesprächen und Kontakten, zum Krankenpflegeverein Rankweil, zu den Kindern ins Vorarlberger Kinderdorf und zu Studierenden der KPH Feldkirch.

Und so war es besonders schön, dass am 11. Jänner alle zehn Könige und Königinnen gemeinsam mit den Kommunionkindern im Gottesdienst versammelt waren.

Was bleibt? Eine Königin und ein König dürfen in Vorarlberg bleiben und hier beherbergt werden. An dieser Stelle sei allen Menschen, die mit ihren Spenden geholfen haben, gedankt. So durfte ich am 12. Jänner 2026 Ralf Knoblauch, dem Schöpfer der Skulpturen, eine Spende für dessen Ukraine-Projekt in Höhe von 1.760 Euro in Bonn übergeben.

„Meistens wird Gott ganz leise Mensch / die Engel singen nicht / die Könige gehen vorbei / die Hirten bleiben bei ihren Herden / meistens wird Gott ganz leise Mensch / von der Öffentlichkeit unbemerkt / von den Menschen nicht zur Kenntnis genommen / in einer kleinen Zweizimmerwohnung / in einem Asylantenheim / in einem Krankenzimmer / in nächtlicher Verzweiflung / in der Stunde der Einsamkeit / in der Freude am Geliebten / meistens wird Gott ganz leise Mensch / wenn Menschen zu Menschen werden.“ (Ralf Knoblauch)

Mag.a Hannerose Koch-Holzer. Anfragen für die Botschafter der Menschenwürde: hannerose.koch-holzer@hotmail.com, +43 664 1827062

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