Sternsingeraktion 2021

Vorarlberg spendet 745 998 Euro.

Dank des unglaublichen Engagements in den Pfarren klingelte es exakt Euro 13.371.855,90 in Österreichs Sternsingerkassen, davon Euro 745.998,- in Vorarlberg.
„Die Corona-Pandemie hat an den Sternsinger/innenkräften gezehrt, aber unsere Pfarren – Kinder, Jugendliche und Erwachsene – und unsere Spender/innen haben gezeigt, was mit vereinten Kräften für die Sternsingeraktion geschafft werden kann! ‚Hilfe unter gutem Stern‘ trifft es da tatsächlich.“ Susanne Schaudy, Diözesanverantwortliche für die Dreikönigsaktion in Vorarlberg, ist trotz des Spendenrückgangs von Euro 225.000,- zufrieden. „Wir haben Schlimmes befürchtet, aber dank unseren König/innen und Spender/innen konnten wir doch ein tolles Ergebnis meisterten. Dankeschön!“

Notwendiger denn je: Hilfe unter gutem Stern

Wie Österreich hat die Pandemie auch die Partnerländer der Dreikönigsaktion völlig unvorbereitet getroffen. Kurzfristig angekündigte Lockdowns haben Millionen Existenzen zerstört. So fanden z.B. in Indien tausende Wanderarbeiter/innen keine Arbeitsmöglichkeiten mehr vor und der Heimweg mit öffentlichen Transportmitteln war auch nicht möglich.  Millionen Arbeitende im informellen Sektor verloren ihre Einkommensquelle. Die Angst vor Hunger überschattet vielerorts die Sorge um die Infektion. Unterstützungsprogramme von Seiten der Regierungen sind kaum vorhanden, eine „Kurzarbeitsregelung“ oder „Umsatzentschädigung“ können sich Staatshaushalte im Globalen Süden nicht leisten. Menschen sind auf ihre eigenständige Arbeit angewiesen und brauchen daher mehr denn je finanzielle Hilfe von außen.

Sternsingen stoppt Kinderarbeit

Für Millionen von Kindern bedeutet die Pandemie immer noch Heimunterricht, was für viele aufgrund fehlender Endgeräte und Zugang zu einem funktionierenden Internet eine unlösbare Aufgabe bleibt.  Es besteht die Gefahr, dass diese Kinder und Jugendlichen nicht mehr ins Regelschulsystem zurückkehren, weil sie inzwischen andere Aufgaben, zum Teil Erwerbsarbeit für die Familie, übernommen haben. Corona macht Erfolge im Kampf gegen Kinderarbeit zunichte. Laut einer ILO/UNICEF-Studie steigt die Zahl arbeitender Kinder erstmals seit 20 Jahren wieder an. Zu Ostern startete die Dreikönigsaktion die Kampagne kinderarbeitstoppen.at. Bis zum 12. Juni – dem internationalen Tag gegen Kinderarbeit - wird eine Vielzahl an Aktionen weltweit auf das Leid arbeitender Kinder aufmerksam machen. Im Kern steht die Forderung nach einem Lieferkettengesetz, das garantiert, dass in Österreich verkaufte Produkte frei von Kinderarbeit sind.  

Sternsingerkassen bleiben geöffnet

„Gerade in dieser schwierigen Situation ist der durch Corona bedingte Spendenrückgang natürlich sehr bedauerlich.“ meint Schaudy, und weiter: „Wir haben bereits im Herbst 2020 gemeinsam mit unseren Projektpartner/innen begonnen, an Einsparungsmöglichkeiten zu arbeiten, damit Gutes in diesem Jahr auch mit Wenigem bewirkt werden kann. Ich persönlich hoffe, dass wir uns aus der eigenen Betroffenheit heraus mehr der Solidarität für andere besinnen. Unsere Online-Sternsingerkassen bleiben natürlich das ganze Jahr unter www.sternsingen.at über geöffnet.“