Rankweiler Sommerkirche 2022

Langweilig wird‘s eigentlich nie

Langweilig wird es mit der Pfarre Rankweil nie, auch nicht in der sogenannten Sommerpause, die für uns eigentlich gar keine ist. In diesem Sommer fand bereits zum dritten Mal die Sommerkirche statt, um unsere Gemeinschaft, unseren Glauben und unsere Lebensfreude zu stärken. Vor zwei Jahren erfuhren wir mit spirituellen Spaziergängen Stücke des offenen Himmels inmitten von Rankweil, z. B. im Valduna-Friedhof oder dem Auwald an der Frutz. Letztes Jahr besichtigten wir anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen Jahres des hl. Josefs die St.-Josefs-Kirchen in Dafins, Kennelbach und Bürserberg. Heuer luden wir ein zu Singnachmittagen, zum gemeinsamen Binden von Blumen- und Kräuterbuschen sowie zur Segnung von Kinderfahrzeugen am Festtag des hl. Christopherus, dem himmlischen Schutzheiligen für alle Straßenverkehrsteilnehmer. Mit Freude schauen wir auf die diesjährigen Angebote zurück.

 

Singen in den Gärten der Pfarre Rankweil
Es war eine gute Idee, in den Sommerferien an drei Samstag-nachmittagen singen zu können, da wir durch die Pandemie zu kurz kamen.

Noch im Juli waren wir ca. 25 Personen im Pfarrgarten von St. Josef und sangen nach Herzenslust Volkslieder aus alten Zeiten. Karl Mathis drehte dabei fleißig an der Drehorgel. Es war schön und lustig. Zwischendurch gab es Kaffee und Kuchen.

Am 30. Juli ging es auf den Basilikaplatz. Auch hier erfreuten sich viele Leute an Heimatliedern und alten Schlagern. Begleitet wurden wir von Irene Domig und Wolfgang Schweiger. Ebenso wurden alle Sangesfreudigen mit Torten, Kuchen und Kaffee verwöhnt.

Am 27. August waren wir im Jugendheim, hier wurde ein Wunschkonzert veranstaltet. Zwei Stunden konnten wir bei guter Laune singen. Begleitet wurden wir von Marianne Springer an der Gitarre und Christoph Simma an der Cajon. Auch für das leibliche Wohl wurde wieder gesorgt. Für mich war es ein krönender Abschluss! *

Gebi Fritz

 

Kinderfahrzeug-Segnung
Am Anfang sind wir mit Kpl. Paul in die Kirche gefahren. Dort habe ich mein Fahrzeug segnen lassen, damit ich keine Fahrradunfälle mehr habe. Seit damals hatte ich nur einen Unfall. Der war aber nicht so schlimm. Es war voll cool. *

Isabell, 5 Jahre

 

Kräuterbuschenbinden
Am Samstag, den 13. August, trafen sich etliche Interessierte mit Experten zum traditionsreichen Kräuterstraußbinden auf dem Liebfrauenberg. Seit rund 15 Jahren findet dieser Brauch unter Leitung von Gärtnermeister Rudi Waibel und Obst- und Gartenbauverein-Obmann Karl-Heinz Fritsche statt. Erst gab es eine Einführung zu Glaube und Brauchtumswissen zu besonderen Kräutern. Karl-Heinz Fritsche zitierte u. a. aus erwählten Niederschriften der Hildegard von Bingen. Dann erläuterte Rudi Waibel, wie Kräutersträuße zusammengestellt werden, wobei im Zentrum die Rose für Maria steht.

In der Kirchenzeitung hat Frau Susanne Türtscher aus Buchboden eigene Bindetechniken erwähnt. Sie setzt in die Mitte die Königskerze, die uns an die königliche Würde, die Gott uns zuspricht, erinnern will. Grundsätzlich können alle Kräuter, Sträucher und auch Zweige von Bäumen verwendet werden, die uns ansprechen. Frauenkräuter haben aber besondere Bedeutung: Königskerze, Beifuß, Johanniskraut, Frauenmantel, Mädesüß, Wegwarte oder Engelwurz. Früher wurde der Kräuterstrauß nach der Segnung in den Herrgottswinkel gehängt zum Schutz für Haus und Hof. Immer wenn das “Väh” krank war, hat man einen geweihten Kräuterbüschel unter das Futter gemischt. Auch wenn sich ein Unwetter angekündigt hatte, hat man einen Kräuterbuschen ins Feuer geworfen. Ebenso waren die Kräuter eine Art Hausapotheke. Rudi Waibel, der das Kräuterbuschbinden in Rankweil initiierte, brachte rote Rosen, Melisse, Eisenkraut, Salbei, Sonnenhut und Rosmarin mit. Etliche Pfarrangehörige und –mitarbeiter/innen, wie z.B. Evelyn Madlener, nahmen am emsigen Kräuterstraußbinden teil und brachten ihre Sträuße dann zur Segnung in die Gottesdienste am Marienfeiertag. Die Sommerkirche Vorarlberg beteiligte sich mit der Verteilung von gesegneten Kräutersalzviolen an dieser wunderschönen Aktion. *

Herzlichen Dank im Namen aller Engagierten
Astrid Wöß und Sigrid Metzler