Osterkerzen in Rankweils Kirchen und Kapellen

Osterkerze der St.-Josefs-Kirche

Osterkerze der Basilika Rankweil

Osterkerze der Kapelle im LKH Rankweil

Osterkerze der St.-Peters-Kirche

Kunstwerke aus Wachs

In diesem Jahr verdanken wir die Osterkerze in der St.-Josefs-Kirche Herrn Werner Tiefenthaler aus Altach. Nach seiner Pensionierung vor acht Jahren begann er seine künstlerische Tätigkeit als Steinbildhauer. Für fünf Jahre gestaltete Herr Tiefenthaler mit sehr großem Zeitaufwand die Osterkerzen für die Pfarre Altach. Für diese Osterkerze baute der Künstler in ca. 100 Arbeitsstunden ein Gestell für einen Kegel aus Schaumstoff mit Kurbel. Ähnlich wie beim Hand-Kerzenziehen brachte er dann flüssiges, eingefärbtes Altwachs auf den Schaumstoffkern. Aus dem zwei Zentimeter dicken festen Hohlkörper heraus (hergestellt durch die Kurbel) wurden die „symbolischen Kleider“ geschnitzt. Anschließend wurde der Zylinder mit Schweißdrahtstücken, Lötkolben und Bohrlöchern an der Kerze befestigt.

Wir freuen uns sehr, dass nun dieses ganz besondere Kunstwerk bei uns in der St.-Josefs-Kirche das Osterlicht verbreitet.

Kpl. Paul Niculaesi

 

Als ich mit der Gestaltung der Osterkerze für die Basilika betraut wurde, war mir klar, dass ich ein schlichtes, aber kräftiges Motiv wählen möchte. Im Zentrum steht das Kreuz – stabil, groß, umfassend, Halt gebend. Das Kreuz, an dem Jesus gestorben ist, ist das zentrale Symbol für uns Christen. Mit der Auferstehung Jesu ist das Kreuz zum Symbol für den Sieg über den Tod und damit für die Hoffnung geworden. Hoffnung ist auch das, was der Farbverlauf im Kreuz ausdrückt. Die Farben sind nicht starr, sie fließen und bewegen sich: Vom Dunklen – dem tiefen Blau – hin zum Licht – dem leuchtenden Gelb. Eine meiner zentralen Assoziationen dazu ist: Gerade im vergangenen Jahr haben wir durch die Corona-Pandemie viel Dunkelheit erlebt. Unsicherheit, Einsamkeit, Angst und Sorgen haben uns nicht selten durch den Alltag begleitet. Aber wer sich Gott zuwendet, wer den Kopf und das Herz zum Himmel wendet, der sieht das Licht, das über allem strahlt und das unendlich wärmt. Über dem Kreuz stehen die Buchstaben Alpha und Omega. Es sind der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets, sie symbolisieren Anfang und Ende.
In der Gestaltung dieser Osterkerze steckt viel Arbeit, eine Kerze von einem Meter Höhe hat schließlich einiges an Fläche. Wenn ich einmal nicht ganz weiter weiß bei der Gestaltung, sage ich immer zu mir: Es ist zur Ehre Gottes. Dann werde ich ruhig – und die Arbeit an den Kerzen, auch an den ganz großen, gelingt mit Gottes Hilfe immer.

Brigitte Zangerl

 

Das Weizenkorn in die kalte, dunkle Erde geworfen, ist nicht tot. Es bringt reiche Frucht. Wir, die sterblichen Menschen, in diese Welt geworfen, leben voneinander und füreinander. Getragen werden wir von der Hoffnung und vom Geheimnis des Glaubens: Im Tod ist das Leben. Die aufgehende Sonne am Ostermorgen symbolisiert die erwartete Auferstehung.
Schon seit mehr als zehn Jahren machen sich Günther und Christine Sandholzer Gedanken für ein Wandbild und die Osterkerze für die Kapelle im LKH Rankweil. Jedes Jahr freue ich mich, dieses Motiv auf der Osterkerze umzusetzen. Sie haben für die heurige Osterkerze das Thema „Jesu Auferstehung ermöglicht auch meine Auferstehung“ gewählt. Das Zeichnen der Schablonen, die Farbauswahl des Blattwachses und die Gestaltung der Osterkerze erfüllen mich immer mit Freude und Begeisterung. Für mich ist es jedes Mal ein berührendes Erlebnis, wie die Osterkerze entsteht und eine gute Einstimmung in die Osterwoche und Osterzeit.

Helene Speckle

 

Wir „Kerzenfrauen“, also das Osterkerzen-Bastelteam, wurden letztes Jahr angefragt, ob wir die Osterkerze für die St.-Peters-Kirche gestalten. Bevor wir beginnen konnten, wurde unsere Zusammenarbeit durch den Lockdown unmöglich gemacht. So übernahm ich diese Aufgabe. Heuer kam aufgrund der ähnlichen Situation die Anfrage gleich an mich. Ich habe gerne wieder Ja gesagt. Das Verzieren der Kerzen mit Blattwachs ist eine schöne Tätigkeit, sie hat etwas Beruhigendes, Meditatives an sich. Bei der Umsetzung war mir Brigitte Zangerl eine große Hilfe. Sie unterstützte mich mit vielen Tipps und half mir mit Blattwachs aus.
„Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung.“ Aus dem Kreuz Jesu wächst die Ostersonne hervor. Dieses Licht legt der Auferstandene in unser Bitten und wärmt uns mit seiner Güte – behutsam und verlässlich. Die weiße Mitte erinnert an die Gegenwart Jesu in der Eucharistie. Die Regenbogenfarben zeigen, dass Jesus mit seinem Tod die ganze Schöpfung erlöst hat und er uns Boden ist, wenn unsere Welt ins Wanken gerät. Wir wissen auch, dass der Regenbogen ein Zeichen ist, dass Gott da ist, dass Gott einen Bund mit uns Menschen geschlossen hat, dass Gott mit uns verbunden ist. Wenn wir immer wieder mit dem Regenbogen, mit Gott in Berührung kommen, dann färbt das ab und unser Leben bekommt Farbe. Alpha und Omega sind der erste und letzte Buchstabe im griechischen Alphabet, das heißt Gott ist Anfang und Ende.

Renate Schertler