Der Pfarrkirchenrat als Gebäudeverwalter?

Der Finanzbericht unserer beiden Pfarren für 2021

Nachdem über die Aufgaben und diverse Aktivitäten des Pfarrkirchenrates bereits im April berichtet wurde, folgt nun ein Überblick zur finanziellen Entwicklung unserer beiden Pfarren im Jahr 2021. Auch dieses Jahr setzen sich die Einnahmen aus dem Kirchenbeitragsanteil, den Kollekten, Kerzenspenden und vor allem durch Miet- bzw. Pachteinnahmen zusammen. Als Pfarrkirchenrat können wir uns allein beim Letzteren aktiv einbringen, deshalb hilft uns ein weiterer Baurechtsvertrag im Römergrund sehr. Zudem kam uns auch im Jahr 2021 die Corona-Finanzhilfe der Republik für nicht gewinnorientierte Unternehmen zugute.


Jahresabschluss 2021 der Pfarre Mariä Heimsuchung

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Haushaltsjahr 2021 weist inklusive Einnahmen und Ausgaben des Freundeskreises der Basilika einen Gewinn von Euro 11.152,74 aus. Im Ergebnis sind Instandhaltungsrücklagen für die Sanierung des Flachdaches bei der St.-Josefs-Kirche (Euro 65.000,-), die Erneuerung der Dachrinnen beim Pfarrheim am Liebfrauenberg (Euro 15.000,-) sowie Rücklagen für anstehende Jubiläumsgeld- und Abfertigungszahlungen (Euro 16.917,39) sowie eine allgemeine Rücklage in Höhe von Euro 10.000,- für anstehende Sanierungen enthalten. Die Erneuerung der Dachrinnen beim Pfarrheim ist bereits erfolgt, das Flachdach bei der St.-Josefs-Kirche wird zurzeit saniert. Diese Sanierung ist notwendig, da bei Starkregen Wasser in der Marienkapelle sowie in der Sakristei eindringt und zu großem Schaden führt.
Den wesentlichen Einnahmen wie Kirchenbeitragsanteil (66.000,-), Kirchenopfer (46.000,-), Opferstock und Opferlichter (39.000,-), Friedhofsgebühren (11.000,-), Erträge aus Vermietung und Verpachtung (68.000,-), Personalzuschüsse der Diözese (59.000,-) und Finanzhilfe/Zuschüsse (92.000,-) stehen entsprechende Ausgaben für Personal (185.000,-), Instandhaltung für die Basilika und die St.-Josefs-Kirche (24.000,-), Instandhaltung für Pfarr- und Mesnerhaus (18.000,-) und Betriebskosten (28.000,-) für Heizung, Strom usw. gegenüber.


Jahresabschluss 2021 der Pfarre St. Peter

Auch die Pfarre St. Peter hat im Haushaltsjahr 2021 einen Gewinn von Euro 7.258,37 verbucht. Für anstehende und künftige Aufwendungen an den Mietobjekten wurde eine Rücklage von Euro 60.000,- gebildet. Die wesentlichen Einnahmen resultieren aus dem Überschuss aus Vermietung und Verpachtung (81.000,-), den Kollekten und Opferlichtern (10.000,-) und Zuschüsse der Diözese und Gemeinde (13.000,-). Dem stehen Aufwendungen für Verwaltung (10.000,-), Teilsanierung der Mauer beim Aufgang zum St.-Peters-Bühel (20.000,-) und Seelsorge (7.000,-) entgegen.


Herzlichen Dank

Seit vielen Jahren werden die Buchhaltungen von Christa und Herwig Thurnher vorbildlich und gewissenhaft geführt, wobei sie vom Pfarrsekretär Stephan Ender tatkräftig unterstützt werden. Dafür dürfen wir uns sehr herzlich bedanken. Auf Antrag der beiden Rechnungsprüfer Brigitte Baldauf und Klaus Krumböck konnte der PKR in der letzten Sitzung die Entlastung für die Buchführung aussprechen.

Herzlicher Dank gebührt den beiden Rechnungsprüfern für die kompetente Prüfung der Jahresabschlüsse sowie der Steuerberatungskanzlei Engljähringer & Fleisch für die Lohnbuchhaltung.

Ein besonderer Dank gilt den Mitgliedern und dem Kuratorium des Freundeskreises der Basilika, die notwendige Instandhaltungen und Projekte für die Basilika unterstützen und beratend zur Seite stehen. Ein herzliches Vergelt’s Gott gilt aber Ihnen als Teil unserer Glaubensgemeinschaft, für die Kirchenbeiträge, die Kollekten, Opferlichter und diversen anderen Spenden. Diese Beiträge bilden das finanzielle Fundament für die unzähligen Aufgaben in einer aktiven Pfarre.


Was aktuell passiert

Die für die Pfarre St. Peter neu erworbene Wohnung im Hans-Frick-Weg wird bis Oktober 2022 bezugsfertig sein. Wir konnten bereits einen langfristigen Mietvertrag abschließen. In den nächsten Monaten versuchen wir, weitere Grundstücke im Baurecht zu vergeben sowie Grundeigentum in Wohnungs-eigentum zu wandeln, um damit die jährliche dringend notwendige Liquidität, insbesondere bei der Pfarre Mariä Heimsuchung zu stärken.
Neben laufenden Reparaturen und Sanierungen stehen in den nächsten Jahren größere Aufgaben an wie z. B. die Sanierung der St.-Josefs-Kirche mit Josefisaal, des Pfarrbüros, der Basilika, des Pfarrhauses, Mesnerhauses und Frühmesserhauses am Liebfrauenberg. Dazu haben wir den Auftrag zur Bestandsaufnahme und Vermessung der Basilika und des Liebfrauenbergs erteilt. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse und digitalen Pläne sind Voraussetzung für weitere Restaurierungs- und Investitionsvorhaben. Alle diese Planungen sind eingebunden in die grundsätzlichen Überlegungen zum pfarrlichen Raumkonzept und abgestimmt mit dem von der Gemeinde initiierten Zukunftsbild und der Zentrumsplanung für Rankweil.
Als Pfarrkirchenräte bemühen wir uns, das Vermögen der Pfarreien bestmöglich zu erhalten und wenn möglich, durch gut überlegte Aktivitäten zu vermehren.

Joe Lampert
stv. Vorsitzender des Pfarrkirchenrates

Die Kirchenrechnung für das Jahr 2021 ist abgeschlossen und liegt vom 9. bis zum 13. Mai 2022 im Pfarrbüro zur Einsicht auf.