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Geschichte

Ein Kirchenbau im Geiste des Konzils

Die Pfarrkirche auf dem Liebfrauenberg wurde für die stark wachsende Gemeinde zu klein und pfarrliche Gottesdienste aufgrund von Wallfahrtsgottesdiensten öfters zurückstehen mussten, wurde unter Pfarrer Anton Andergassen Anfang der 60er Jahre nach den Plänen des Architekten Sepp Blenk aus Dornbirn mit dem Bau der St. Josef-Kirche begonnen. Charakteristisch für die Kirche ist das weit herunter gezogene Dach und der keilförmige Turm, der den Platz vor der Kirche seitlich begrenzt. Zur Beratung der liturgischen Gestaltung war damals P. Herbert Muck SJ (Wien) beigezogen worden.

Diese Kirche wurde am 8. September 1968 von Bischof Bruno Wechner eingeweiht und dem hl. Josef gewidmet. Das Patrozinium wird am 19. März gefeiert. Der Turm wurde 1969 und das daneben errichtete Pfarrhaus und Pfarramt 1970 fertiggestellt.

Die pfarrliche Entwicklung nach dem 2. Vatikanischen Konzil (1962-1965) führte dazu, dass die St. Josef-Kirche, kirchenrechtlich eine Filialkirche der Basilika, immer mehr zur Pfarrgemeinde-Kirche wurde.

Ganz im Sinne eines neuen Kirchenverständnisses wurde die Kirche als „Zelt Gottes unter den Menschen“ erbaut.  Diese Botschaft – verstärkt durch den spitz in den Himmel ragenden Turm - soll inmitten der Gemeinde sichtbar sein. Ebenso steht das Zelt zeichenhaft für die Kirche als wanderndes Gottesvolk, das immer neu in eine ungewisse Zukunft aufbricht, allein auf Gottes Zusage seiner Gegenwart vertrauend.

Die St. Josef-Kirche ist vor allem ein Ort des Feierns. Da sie kaum irgendwelche kostbaren Schätze beinhaltet, lebt sie von den Menschen, die sich zu Gottesdiensten einfinden. Ihr kostbarer „Schatz“ sind die betenden und feiernden Menschen.

Zentral sind der Altar als „Tisch des Brotes“ und das Ambo als „Tisch des Wortes“ als auch der Tabernakel (kleines Zelt, „Bundeslade“). Der Tabernakelschrein von Nikolaus Epp (Goldschmied aus Oberzell/Insel Reichenau, gest. 1986) wurde auf einer Steinskulptur von Emil Gehrer (geb. 1913 u. gest. 1992 in Bregenz) geschaffen.

In der Kirche findet sich keine ausdrückliche Statue des Hl. Josef. Doch der  Kirchen-patron ist in den wunderbaren Betonglasfenstern an der Westseite (der Engel erscheint Josef im Traum, die Geburt Jesu, die Flucht nach Ägypten) und in den Bibelworten (Mt1,19 u. Mt1,24a) auf den Glastüren der beiden Kircheneingängen gegenwärtig.

Der Tiroler Maler Erwin Lutz-Waldner (geb. 1912 in Meran, gest. 1975 in Innsbruck) hat außer den Josef-Farbfenstern auch noch das bemerkenswerte Hl. Geist-Fenster in der Taufkapelle entworfen.

Die Statue Maria mit dem Kind vom Bildhauer Jakob Summer (geb. 1908 u. gest. 1985 in Fraxern) zieren die kleine Marienkapelle. Vom selben Künstler stammen auch die großen Krippenfiguren Maria, Josef und das Jesuskind.

In der Marienkapelle befindet sich derzeit die Kreuzwegstationen von Konrad Honold (geb. 1918 in Weingarten – gest. 2007 in Schruns).

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Die Orgel wurde von der Fa. Rieger in Schwarzach gebaut und 1977 eingeweiht.

Neben der St. Josef-Kirche wurde das Haus mit einer Priesterwohnung gebaut. Seit 1976 ist dort das Pfarramt untergebracht. Bis 2004 wohnte dort Pfarrer Klaus Bissinger. Nun lebt sein Nachfolger Pfarrer  Mag. Wilfried M. Blum Pfarrer im Pfarrhaus. 

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