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Ein breites Engagement belebt die Pfarrgemeinde

Über die Entwicklung des Ehrenamtes

Immer wieder ist bei Gesprächen am Kirchplatz, in den Arbeitskreisen und Gremien die künftige Entwicklung der Pfarrgemeinde ein Thema. Dabei wird über Erfreuliches gesprochen wie gelungene Aktionen und Gottesdienste, aber auch über Unerfreuliches wie die „Schrumpfung“ der Kirche, besonders des Kirchenbesuches und auch des ehrenamtlichen Engagements. Verständlich ist die Sorge um eine gute Zukunft der Kirche im Allgemeinen und in Rankweil im Besonderen, jedoch werden Veränderungen vom Großteil generell als unangenehm empfunden.

Gerade beim Thema Ehrenamt bin ich öfters überrascht und irritiert, weil immer wieder zu hören ist, dass auch dieses weniger wird. Obwohl viele Gruppen bei Gottesdiensten, Veranstaltungen, im Pfarrblatt und auf der Homepage sichtbar sind, werden Engpässe, Rückgänge, Auflösungen von Teams deutlich stärker wahrgenommen als Aufbrüche und neue Teams. In den letzten zehn Jahren hat ein Arbeitskreis Missionskreis) ohne Nachfolge seine Arbeit beendet. Alle anderen Gruppen und Teams, die ihre Arbeit beendet haben, werden von anderen Teams wahrgenommen und durchgeführt. Es gab und gibt auch immer Generationswechsel wie beim Totenwacheteam, beim Firmteam und bei den Aushilfsmesnern der St. Josef-Kirche. Reaktiviert wurde das Kath. Bildungswerk und neu entstand „Kultur in St. Peter“. Derzeit sind in unserer Pfarre rund 480 Ehrenamtliche in 43 Gruppen und Aktionsteams engagiert. Das Engagement bei uns ist sehr hoch, und das ist höchst erfreulich. Ohne diese Unterstützung wäre die pfarrliche Arbeit in diesem Umfang auch schlichtweg nicht möglich. Eine Abnahme des Ehrenamtes ist nicht feststellbar, jedoch eine Veränderung. Aufgrund der Berufstätigkeit der meisten Frauen und den erfreulicherweise sehr aktiven Pensionisten, sind längerfristige, dauerhafte Engagements mit hoher Verpflichtung (Leitung) schwieriger geworden. Es ist auch üblicher geworden, dass jemand im Team oder bei Veranstaltungen manchmal nicht dabei ist. Freiwillige Helfer für kurzfristige, Aktionsbezogene Veranstaltungen sind deutlich leichter zu finden. Auch der persönliche Nutzen bzw. die Freude für sich selber und die gute Sache sind als Motivation bedeutsamer geworden.

Das ehrenamtliche Engagement ist bei uns bisher konstant hoch. Wo es Übergänge und Lücken gibt, ist teilweise Ausdauer erforderlich. Aufgrund der Entwicklung in den letzten zehn Jahren kann ich begründet feststellen, dass sich die Bemühungen um Mitarbeit lohnen und viel Freude bereiten. Es ist normal, dass die unangenehmen Dinge (bad news) oft stärker im Bewusstsein bleiben als die vielen erfreulichen Ereignisse (good news). Trotzdem hoffe ich, dass das insgesamt sehr erfreulich breite ehrenamtliche Engagement in unserer Pfarre verstärkt wahrgenommen wird. Es ist wirklich großartig, dass sich so viele Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder engagieren.

Ein großes Vergelt‘s Gott!

Thomas Gassner

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